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Nachhaltigkeitspreis

Das sind die Sieger des Sustainable Impact Award 2025

NachhaltigkeitspreisDas sind die Sieger des Sustainable Impact AwardStarke Ideen, verantwortungsvolles Handeln: Gemeinsam zeichnen WirtschaftsWoche und Generali Deutschland Mittelständler aus, die mit nachhaltiger Innovationskraft überzeugen.

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Großer Jubel bei den Vertreterinnen und Vertretern der diesjährigen Gewinner des Sustainable Impact Award, die sich gemeinsam mit Stefan Lehmann, CEO der Generali Deutschland AG (stehend, fünfter v. l.), und weiteren Mitgliedern der SIA-Jury über die Auszeichnung freuen. Foto: Marc-Stefffen Unger

Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine unternehmerische Verantwortung – das zeigen die Preisträger sowie alle Bewerber des Sustainable Impact Award 2025. Bei der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises Mitte Oktober in München gratuliert Stefan Lehmann, CEO der Generali Deutschland AG, den Gewinnern. Er betont, dass die Unternehmen mit ihren innovativen und pragmatischen Ideen einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Welt leisten. Es liege an jedem einzelnen, weiter am Thema Nachhaltigkeit zu arbeiten und so den Unterschied zu machen.

 

Bei den ausgezeichneten Unternehmen des Sustainable Impact Award (SIA) rennt er damit offene Türen ein. Das Stuttgarter Start-up Abnoba hat ein KI-gestütztes System zur automatisierten Erkennung und Klassifizierung von Wertstoffen direkt im laufenden Betrieb von Recyclinganlagen entwickelt – und erhält dafür den SIA in der Kategorie Generali NewComer EnterPrize, einen von zwei Sonderpreisen, die von der Generali Deutschland initiiert wurden.

Abnobas Lösung schafft Echtzeit-Transparenz über Materialflüsse, reduziert manuelle Sortierarbeit und macht Wiederverwendung ökonomisch attraktiv. Davon profitieren zahlreiche Branchen, erklärt Jonas Breiner, Mitgründer und Chief Technology Officer des Start-ups: „Wer etwa Stahl aus recyceltem Material herstellen will, benötigt dafür Schrott – und zwar möglichst sortenrein.“

Bilder der Preisverleihung 2025

Fotos: Steffen Unger

Altmetall als Rohstoff für Drahtproduktion

Der Thüringer Feindraht-Hersteller ELSCHUKOM nutzt ebenfalls mehrheitlich recyceltes Material als Rohstoff – und wird für sein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet. Der Gewinner des zweiten Generali Sonderpreises, des Generali SME EnterPrize, verzichtet zudem auf Quecksilber in der Produktion und hat ein Firmengebäude errichtet, das nur 40 Prozent der Energie vergleichbarer Gebäude verbraucht.

Ergänzt wird dies durch soziale Initiativen, wie etwa Weiterbildungen zur Qualifikation von Seiteneinsteigern für besser bezahlte Berufe. Mitarbeitende könnten sich mit allen Anliegen direkt an die Geschäftsführung wenden, betont die Geschäftsführerin Ute Poerschke. „Das Spektrum reicht von der Prozessoptimierung bis zu privaten Sorgen.“

Skilegende Felix Neureuther – einer der Impulsredner des Abends – zeigt sich beeindruckt vom Engagement der Preisträger: „Beim Sustainable Impact Award werden wirklich herausragende Unternehmen ausgezeichnet.“ Der 41-Jährige stellte auf der SIA-Bühne seine Stiftung vor, die er nach dem Ende seiner Karriere als Skirennläufer gründete und die verschiedene Aspekte von Nachhaltigkeit fördert – von Kindergesundheit bis Naturschutz.

Vom politischen Umgang mit dem Thema zeigt Neureuther sich jedoch frustriert. „Politiker denken zu oft kurzfristig“, kritisiert er. Zudem sei die Durchsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten im politischen Tagesgeschäft häufig kompliziert und langwierig. Positiver erlebe er dagegen die Zusammenarbeit seiner Stiftung mit Unternehmen. „Meine Erfahrung ist, dass sich Nachhaltigkeitsprojekte mit Unternehmen viel schneller umsetzen lassen“, betont Neureuther. Das lasse hoffen.

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Skilegende Felix Neureuther im Gespräch mit Maja Brankovic, stellvertretende Chefredakteurin der WirtschaftsWoche. Foto: Steffen Unger

Innovatives Verfahren gegen schädliche Chemikalien

Eine Hoffnung, die an diesem Abend nicht enttäuscht wird. Der Preisträger in der SIA-Kategorie Impact of Product, das Stahlunternehmen FERALPI STAHL aus Riesa, demonstriert, wie sich Stahlproduktion und Klimaschutz verbinden lassen: Der Betrieb stellt Stahl für die Bauindustrie mit einer Recyclingquote von mehr als 98 Prozent her; das neue Walzwerk spart bis zu 80 Prozent Energie.

Im Vergleich zu konventionellen Verfahren entstehen deutlich weniger CO2-Emissionen. FERALPI-Personaldirektor Kai Holzmüller möchte die Investitionen nicht allein als Bekenntnis zur Nachhaltigkeit verstanden wissen. „Wir glauben an den Standort Deutschland“, sagt er.

Der SIA in der Kategorie Impact on Earth – für Unternehmen, die mit ihren innovativen Lösungsansätzen nachhaltig wirtschaften und so den Planeten schonen – geht an die Cornelsen Group aus Essen. Mit ihrer patentierten Technologie gelingt es, gesundheitsgefährdende und langlebige PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), sogenannte Ewigkeitschemikalien, nahezu vollständig aus Wasser und Böden zu entfernen.

Die Lösung ist energieeffizient, spart CO2, reduziert Abfall und ermöglicht die Rückführung gereinigter Materialien in den Wertstoffkreislauf. „Wir beschäftigen uns seit 20 Jahren mit diesem Thema“, sagt CEO Martin Cornelsen und dankt seinem Team für den langen Atem.

Langjährige Erfahrung kann auch der Preisträger in der Kategorie Impact of Corporate Sustainable Governance vorweisen – hier geht der SIA an Unternehmen, die Nachhaltigkeit in ihrer Strategie fest verankert haben. CWS Workwear, seit 125 Jahren am Markt, bietet Berufsbekleidung zur Miete an und setzt dabei auf ein zirkuläres Geschäftsmodell, das ökologische Wirkung mit wirtschaftlicher Effizienz verbindet.

Schulungsangebote, ein eigenes Innovation Lab und Mitmachaktionen wie Upcycling-Wettbewerbe fördern das Engagement der Mitarbeitenden. Nachhaltiges Handeln stärke nicht nur die Umwelt, sondern auch europäische Lieferanten, sagt Leonie Biesen, Sustainability Lead bei CWS Workwear. Ihr Ziel: „Wir möchten die Textilindustrie nach Europa zurückholen.“

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