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„Die nächste Dekade des Wirtschaftens“

Metaverse

Das Metaverse gilt als das „Next Big Thing“ für...

Unternehmen und Endkund:innen. Doch ist es nur ein Hype oder eine echte Revolution? Accenture hat das Thema näher beleuchtet – und dabei vier Trends identifiziert, die der Entwicklung und Akzeptanz des Metaverse sehr zuträglich sind.

Mit dem Metaverse erreicht die Digitalisierung ein neues Entwicklungslevel. Dabei ist „Metaverse“ ein Begriff, für den bislang nicht einmal eine allgemeingültige Definition existiert. Was ist also dran an dieser digitalen Parallelwelt, die die reale mit der virtuellen Umwelt verschmelzen will? Ist sie ein Hype oder doch die konsequente Fortführung des Gamechanger-Themas Digitalisierung?

Seit mehr als zwanzig Jahren nimmt Accenture mit der Technology Vision...

...Technologie-Trends unter die Lupe, die die Zukunft unseres Lebens und Arbeitens maßgeblich verändern können, auch wenn – der Name sagt es bereits – sie heute noch visionär erscheinen. In der aktuellen Studie widmen sich die Digitalisierungsexpert:innen dem Metaverse, von dem es bisher bestenfalls eine Handvoll Prototypen gibt und dessen Spektrum von Ideen noch sehr weitläufig und ständig in Bewegung ist. Deshalb spricht Accenture auch vom Metaverse-Kontinuum.

Kapitel II

Die drei Dimensionen des Metaverse-Kontinuums

Technologievielfalt

Das Metaverse-Kontinuum umfasst mehrere Technologien wie Augmented Reality (AR, dt. erweiterte Realität), Blockchain, Künstliche Intelligenz (KI), digitale Zwillinge und intelligente Objekte sowie Edge Computing.

Erlebnisvielfalt

Das Metaverse-Kontinuum bietet eine große Bandbreite an möglichen Erfahrungen seiner Nutzer:innen – von rein virtuell bis hin zu einer Kombination aus virtuell und physisch.

Anwendungsvielfalt

Das Metaverse-Kontinuum bietet ein breites Spektrum von Verbrauchererlebnissen und passenden Geschäftsanwendungen, die neu konzipiert und umgestaltet werden.

Wichtigstes Kennzeichen: Das Metaverse basiert auf digitalen Technologien, ist veränderbar und kann individuell gestaltet werden. „Ich kann mich als Avatar darin bewegen, mich mit anderen treffen, konsumieren, Informationen teilen oder Kunst erschaffen“, sagt Jürgen Pinkl, Technology Lead bei Accenture DACH. Spätestens in zehn Jahren, so die Prognose von Accenture, werden neue Konsumräume im Metaverse uns in fast jede erdenkliche Umgebung versetzen können.

Große Konzerne werden einen Teil ihrer Tätigkeiten ins Metaverse verlagern und dort speziell zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen anbieten, prognostiziert Pinkl. Sie werden ihre eigenen, virtuellen Umgebungen erschaffen beziehungsweise bereitstellen, in denen Mitarbeitende von überall aus gemeinsam arbeiten und lernen. Eine Basis dafür könnte das Metaverse Standards Forum legen, das 37 Konzerne, darunter Meta, Microsoft, Ikea oder Adobe, jüngst gegründet haben. Ziel des Zusammenschlusses soll die Erarbeitung von Standards in Bezug auf 3D-Grafiken, erweiterte und virtuelle Realität sowie physische Simulationen und weitere Aktivitäten der Mitglieder sein. So soll das Metaverse bestmöglich genutzt werden können.

„Im Laufe des nächsten Jahrzehnts werden wir Zeugen einer vollständigen Umgestaltung nahezu jeder Umgebung, in der Unternehmen derzeit Geschäfte machen“, sagt der Accenture-Technology-Lead.

Die Weiterentwicklung des Internets durch höhere Rechnerleistungen, verbesserte digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Augmented Reality (AR) und eine optimierte Interaktion zwischen Mensch und Maschine: Auf diese Entwicklungen müssen sich Unternehmen heute schon vorbereiten, ist Pinkl überzeugt: „Nur mit einem ausgereiften und gut geölten digitalen Motor werden sie darauf vorbereitet sein, jene neue Welten zu gestalten, an denen bald jeder teilhaben wird.“ Accenture hat für den aktuellen Technology-Vision-Bericht vier Bausteine herausgearbeitet, die das Fundament des Metaverse-Kontinuums bilden werden.

Kapitel III

Vier Bausteine, die das Fundament des Metaverse-Kontinuums bilden

1

Das virtuelle Ich

Die Coronapandemie hat eine Entwicklung enorm beschleunigt: Menschen begeben sich immer öfter in virtuelle Umgebungen – um zu arbeiten, Freunde zu treffen oder ein Konzert zu besuchen. Die Transformation des Menschlichen ins Virtuelle geschieht wie selbstverständlich und schneller als gedacht. Unternehmen sollten es daher den Menschen so leicht wie möglich machen, im digitalen Raum mit ihnen zu interagieren. Pinkl: „Es ist notwendig, dass Unternehmen ihre Online-Präsenz radikal verändern. Sie müssen die nächste Plattformrevolution gestalten und sie auf neue Weise mit Kunden, Partnern und einer zunehmend digitalisierten Belegschaft verbinden.“

2

Die programmierbare Welt

Es ist aber nicht allein die virtuelle Welt, die sich radikal verändern wird. Auch die reale Welt wird sich wandeln. Technologie werde auf immer raffiniertere Weise in unsere physische Umwelt eingebunden werden, sagt Jürgen Pinkl. „5G, Ambient Computing, Augmented Reality und intelligente Werkstoffe werden die Art und Weise verändern, wie Unternehmen mit der physischen Welt interagieren – und damit ein noch nie dagewesenes Maß an Kontrolle, Automatisierung und Personalisierung freisetzen.“

3

Die unwirkliche Wirklichkeit

Doch was wird überhaupt noch real sein, was virtuell und was künstlich? Die Grenzen zwischen diesen Kategorien werden zunehmend verschwimmen. Auch wenn das Metaverse-Kontinuum von Menschen bevölkert werden wird, sind sie dort nicht unter sich. „Wir werden es zunehmend mit Softwaresystemen zu tun haben, die sich extrem menschlich verhalten“, sagt Pinkl und spielt damit vor allem auf KI-Systeme an. Unternehmen, die KI einsetzen, werden ihren Kunden und Partnern ein nahtloses Erlebnis bieten können – stehen aber in der Verantwortung, diese unwirkliche Wirklichkeit sicher gegen Missbrauch zu machen.

4

Die Berechnung des Undenkbaren

Realitätsgetreue virtuelle Welten und die Verschmelzung des Digitalen mit dem Physischen erfordern große Rechenkraft. Doch die Grenzen des Berechenbaren ändern sich. Ursache ist die Entwicklung einer neuen Klasse von Maschinen: Quantencomputer, biologisch inspiriert, und Hochleistungscomputer ermöglichen Unternehmen, die größten Hürden ihrer Branche zu bewältigen. „Bislang unlösbare Fragen lassen sich künftig beantworten“, sagt Pinkl. „Führungskräfte müssen daher grundlegende Annahmen in Bezug auf ihr Unternehmen infrage stellen und eine wettbewerbsfähige Zukunftsvision entwickeln.“

Noch gibt es keine festen Regeln, keine konkreten Erwartungen, keine „Best Practices“, keine ethischen oder rechtlichen Banden im Metaverse-Kontinuum – dafür aber eine Menge Fragen. Viele Entscheider:innen, die aktuell einigermaßen mit der digitalen Transformation ihrer analogen Geschäftsmodelle zurechtkommen, schrecken vor einer Mischwelt aus Digitalem und Realem zurück: Zu futuristisch und unsicher scheinen die Aussichten.

Jürgen Pinkl empfiehlt Zögerlichen einen Blick zwanzig Jahre zurück: Damals diskutierten Unternehmen kontrovers, ob sie wirklich eine eigene Internetseite benötigen – verwunderlich angesichts dessen, dass heute praktisch jede Firma in irgendeiner Form digitale Technologie anwendet. „Es ist nie genug Zeit, um über die Zukunft nachzudenken. Aber das hindert die Zukunft nicht daran, einfach zu geschehen“, gibt Jürgen Pinkl zu bedenken. „Die Chance, die nächste Dekade des Wirtschaftens zu gestalten, neue Welten zu errichten und komplett neue Märkte zu erkunden, kommt nicht allzu oft.“ Die Technologie weist den richtigen Weg – alles andere liegt in Ihren Händen.


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