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Auszeichnungen wie Branchenpreise, Rankings oder Awards, sind längst mehr als Imagepflege für Unternehmen. In einem dynamischen Marktumfeld, unter wachsendem Nachhaltigkeitsdruck und zunehmender Skepsis gegenüber Unternehmensversprechen können sie Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Orientierung schaffen.

Foto: Pexels | Ian Panelo
Produkte erscheinen vergleichbar, Märkte gesättigt und Innovationszyklen sind kurz. Was Unternehmen heute unterscheiden kann, ist zunehmend Vertrauen: Dieses kann maßgeblich beeinflussen, wie Organisationen wahrgenommen und bewertet werden.
Doch genau hier liegt die Herausforderung: Aussagen allein reichen nicht. Unternehmen müssen zeigen, dass ihre Strategien in der Praxis funktionieren. Externe Auszeichnungen können dabei eine entscheidende Rolle spielen. Sie machen Leistungen sichtbar und bewerten sie aus unabhängiger Perspektive.
Awards wirken auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Nach außen schaffen sie Differenzierung und helfen sich im Marktumfeld klar zu positionieren. Eine Auszeichnung signalisiert: Dieses Unternehmen hat sich messen lassen – und überzeugt. Gleichzeitig stärken Awards die Glaubwürdigkeit. Eine unabhängige Jury bewertet Konzepte, Prozesse und Ergebnisse. Das schafft Vertrauen, das sich nicht allein durch Eigenkommunikation herstellen lässt.
Auch intern entfalten Awards Wirkung: Sie machen Leistungen sichtbar und stärken die Identifikation der Mitarbeitenden mit ihrem Unternehmen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein wichtiger Faktor, denn Unternehmen, die für ihre Arbeit anerkannt werden, sind für Talente attraktiver. Hinzu kommt die Signalwirkung gegenüber Investoren und Partnern. Auszeichnungen können Hinweise auf Innovationskraft, Zukunftsfähigkeit und strategische Klarheit geben.
Doch nicht jeder Award hat diese Wirkung. Entscheidend ist, ob er aktuell relevante Themen adressiert und Substanz besitzt. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit zeigt sich hier ein Wandel: Weg von reinen Imagepreisen hin zu Plattformen, die echte Transformation sichtbar machen. Für Unternehmen bedeutet die Teilnahme deshalb mehr als nur ein Wettbewerb. Wer sich bewirbt, macht transparent, wo er steht – und zeigt, dass er bereit ist, sich an zentralen Zukunftsfragen messen zu lassen. Ein Beispiel dafür ist der Sustainable Impact Award.

Der von der Generali Deutschland AG und WirtschaftsWoche vergebene Sustainable Impact Award, kurz SIA Award, zeichnet Unternehmen aus, die Nachhaltigkeit konkret umsetzen und wirtschaftlich erfolgreich damit sind: Im Fokus steht die Verbindung von ökologischer und sozialer Wirkung mit unternehmerischer Praxis. Die bisher ausgezeichneten Unternehmen stehen für eine große Vielfalt an Ideen: Sie reicht von kühlender Kleidung der Firma Pervormance International über eine KI-gestützte Lösung von Abnoba zur Effizienzsteigerung von Recyclinganlagen bis hin zur umfassenden Integration nachhaltigen Wirtschaftens, wie sie der letztjährige Gewinner ELSCHUKOM zeigt.
Für Teilnehmende bietet der Award mehrere Vorteile: Er schafft Sichtbarkeit über die reichweitenstarke Kanäle von WirtschaftsWoche und Handelsblatt und stärkt die eigene Positionierung als verantwortungsbewusstes Unternehmen. Gleichzeitig fördert er den Austausch mit anderen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Auch inhaltlich setzt der Preis wichtige Impulse. Er zeigt, welche Lösungen funktionieren und welche Ansätze sich in der Praxis bewähren. Damit wird er zu einer verlässlichen Orientierung für Unternehmen, die Nachhaltigkeit strategisch voranbringen wollen.

Die Bewerbung für den Sustainable Impact Award ist bewusst schlank gehalten – entscheidend ist nicht Perfektion, sondern die nachvollziehbare und nachweisbare Wirkung Ihrer Maßnahmen.
Überlegen Sie zunächst, wo Ihr Projekt oder Ihre Strategie am besten eingeordnet ist. Der Award deckt verschiedene Bereiche ab, etwa:
Transformation & Gesamtstrategie
Produkte & Innovationen
Prozesse & Lieferkette
Social Impact
Wichtig: Wählen Sie die Kategorie, in der Ihre Lösung den größten Impact entfaltet.
Im Bewerbungsformular stellen Sie Ihr Projekt strukturiert vor. Dabei kommt es vor allem auf drei Punkte an:
Ausgangssituation: Welche Herausforderung wollten Sie lösen?
Lösung: Was genau haben Sie umgesetzt?
Wirkung: Welche konkreten Verbesserungen konnten Sie erzielen?
Je klarer und verständlicher Sie Ihre Maßnahme darstellen, desto besser kann die Jury diese bewerten.
Der wichtigste Faktor ist der tatsächliche Impact. Versuchen Sie, Ihre Ergebnisse möglichst konkret zu machen, zum Beispiel durch:
eingesparte CO₂-Emissionen
reduzierte Materialverbräuche
soziale Effekte für Mitarbeitende oder Gesellschaft
Auch qualitative Verbesserungen sind relevant. Entscheidend ist die Nachvollziehbarkeit.
Falls vorhanden, können Sie Ihre Bewerbung durch zusätzliche Materialien stärken, etwa:
Grafiken oder Kennzahlen
Zertifizierungen oder Studien
Praxisbeispiele oder Referenzen
Diese helfen der Jury, Ihre Angaben besser einzuordnen.

Wie stark die Wirkung eines Awards sein kann, zeigt das Beispiel der ELSCHUKOM GmbH. Das mittelständische Unternehmen wurde 2025 für seinen konsequenten Nachhaltigkeitsansatz mit dem SIA in der Kategorie „Generali SME EnterPrize“ ausgezeichnet. „Nachhaltigkeit ist ein respektvoller Umgang mit jeder Ressource“, sagt Geschäftsführerin Ute Poerschke. Die Auszeichnung wirkte dabei auf mehreren Ebenen. Sie erhöhte die Sichtbarkeit des Unternehmens und stärkte seine Position im Markt. Gleichzeitig bestätigte sie den eingeschlagenen Weg intern und motivierte die Belegschaft, diesen weiterzugehen.
Gerade für mittelständische Unternehmen ist das ein entscheidender Faktor. Sie verfügen häufig über innovative Lösungen, stehen aber weniger im öffentlichen Fokus. Awards können helfen, diese Leistungen sichtbar zu machen und sie gezielt zu positionieren.
Awards haben sich vom Prestigeobjekt zum strategischen Werkzeug entwickelt. Sie schaffen Sichtbarkeit, stärken Glaubwürdigkeit und helfen Unternehmen, sich in einem komplexen Umfeld zu positionieren. In einem dynamischen Marktumfeld und unter wachsendem Nachhaltigkeitsdruck bieten sie Orientierung – nach innen wie nach außen. Für Unternehmen bedeutet das: Die Teilnahme ist mehr als eine Bewerbung. Sie ist ein klares Signal für Ambition, Transparenz und Zukunftsfähigkeit.